Sind Diamanten eine sinnvolle Kapitalanlage?

Diamanten….  Sind das nicht wahre Wundersteine, die leuchten, scheinen und funkeln und jedes Frauenherz höher schlagen lassen.

Laut der Zeitschrift Euro, Ausgabe 12-2012,

„wurden 2010 weltweit 133 Millionen Karat Diamanten abgebaut.

Für ein Gramm Diamanten (entspricht fünf Karat) müssen 20 Tonnen Gestein bewegt werden.

Und nur 15 % der Diamanten haben Edelstein-Qualität. Die meisten enden als Industrie-Diamanten in Bohr-und Schneidewerkzeugen.

Fast zwei Drittel der weltweiten Förderung stammen aus nur elf Minen. Südafrika hat seinen Status als Diamantenförderer Nummer 1 an Russland verloren und belegt mittlerweile nur noch Rang sechs.

2010 war Botswana zweitgrößter Förderer, gefolgt von der Republik Kongo, sowie Kanada und Australien.“

Schenken Sie Ihrer Liebsten einen Diamantring, dann wird diese sicherlich aus dem Häuschen sein.

Diamanten als Kapitalanlage

Marilyn Monroe sang bereits 1953 in dem Hollywood-Film: „Blondinen bevorzugt“

Diamonds Are a Girl’s Best Friend

Hier geht es  nicht in erster Linie um eine Wertanlage, sondern sich an den schönen Dingen des Lebens zu erfreuen.

Taugen Diamanten als Geldanlage?

 Wenn Sie eine liquide Anlage suchen, die Sie täglich eintauschen können, dann muss das Urteil Nein heißen.

Wenn Sie eine Anlage suchen, bei der Sie selbst, den Preis täglich, an einer Börse einsehen können, dann auch Nein.

Es gibt zwar den „Diamond-Price-Index“. In ihn fließen die Preise Tausender Händler weltweit ein. Aber dieser ist kein börsennotierter Index und damit für Sie nicht einsehbar und nicht handelbar wie ein Aktienindex (z.Bsp. Dax, Dow Jones usw.)  an der Wertpapierbörse.

Und die meisten Diamantenfirmen (ca. 1.500) sitzen unter sich, auf ca. einen Quadratkilometer, im Diamantenmekka Antwerpen in Belgien.

„Wenn Sie und ich jetzt Diamanten-Händler wären und wir würden uns mit ein paar anderen an den Tisch setzen, was würde da für ein Preis herauskommen, wenn nicht der Markt den Preis bestimmt, sondern eine Gemeinschaft von Diamanten-Händlern?“

Das würde doch ein Preisindex sein, der möglichst jedes Jahr nach oben zeigt, mit möglichst wenig Schwankung, besonders nicht nach unten, oder? Und so ungefähr können Sie Sich diesen „Diamond-Price-Index“ vorstellen.

Wer einen Diamanten verkaufen will, bekommt nur das, was der Käufer zu zahlen bereit ist.

Da es bei Diamanten eben keine ständig, aktuelle Preisfeststellung gibt, wie beispielsweise beim Gold- und Silber-Fixing, wo Sie auf die Sekunde genau den aktuellen Preis einsehen können.

Wie ist es zu erklären, dass momentan viele Edelmetallhändler das Thema Diamanten aufgreifen und offensiv damit werben?

Viele argumentieren mit der Streuung.

Warum soll ich in etwas streuen, was ich nur schwer zu Geld machen kann?

In einem Webinar zum Thema – Diamanten als Kapitalanlage – hörte ich vor kurzem:

„Die hohe Dichte bei Diamanten reduziert Lichtgeschwindigkeiten um die Hälfte.“

„Lichtbruch sorgt für faszinierende Feuer“

„Diamanten sind das härteste Mineral der Erde.“

Alles richtig, nur mal ehrlich:

„Was soll ich mit dieser Information anfangen, wenn ich darüber nachdenke Diamanten zu kaufen?“

Ich tippe mal darauf, dass die Gewinnspanne viel höher ist, als bei Gold und Silber.

Wie werden Diamanten beurteilt und wie können Sie diese beurteilen?

Es gibt im Diamantenhandel die 4 berühmten Cs, mittlerweile sogar bis zu 6 Cs.

1.  Carat für das Gewicht.

1 Carat entspricht 0,2 g und kann je nach Qualität zwischen 8.500 – 22.000 € kosten. Da ist es nicht verwunderlich, dass Millionen in eine Hosen-Tasche passen würden. Bei einer Million Euro sind das gerade mal 9,1 g an Diamanten mit der höchsten Qualität.

2. Clarity für die Reinheit des Diamanten.

Am besten luprenrein (IF) oder mit winzigen Einschlüssen (VVS I oder VVS II).

Der Begriff „Luprenrein“ bedeutet nicht, dass der Diamant absolut rein ist, sondern rein unter Begutachtung mit der 10x vergrößernden Lupe.

Laut dem Diamant-Prüflabor in Idar-Oberstein, bedeutet lupenrein, wenn der Diamant bei Begutachtung durch einen geübten Experten mit der 10 x vergrößernden Lupe, frei von inneren Merkmalen ist.

Ganz schön kompliziert, oder? Wie wollen Sie das als Laie einschätzen?

3. Colour für Farbe.

Die beste Qualität hat der Diamant, wenn er völlig farblos ist

Bei einem absolut farblosen Diamanten durchströmt weißes Licht den Stein mühelos und tritt in den Regenbogenfarben wieder aus.

Die höchste Qualität hat hier River+, ein hochfeines Weiß+.

Dann gibt es Abstufungen nach unten:

River, Top-Wesselton+, Top-Wesselton und Wesselton, ist alles noch Weiß.

4. Cut, der Schliff

Das Diamant Prüflabor in Idar Oberstein schreibt hierzu:

„Cut (Schliff) beinhaltet die Bewertung der Proportionen, der Symmetrie und der Politur, darf aber nicht mit der äußeren Form verwechselt werden. Die Proportionen sind verantwortlich für die Brillianz und das Feuer des Diamanten, während in der Symmetrie die Anlage der Facetten sowie deren Größenverhältnisse untereinander bewertet werden.

Die Güte der Politur ist enorm wichtig, damit der Diamant seinen unvergleichlichen Glanz erhält.

Die Bewertung von Proportionen, Symmetrie und Politur wird unterteilt in die Grade „excellent, sehr gut, gut, mittel oder gering“.

Puh, auch wieder sehr kompliziert, oder? Können Sie oder ich so etwas einschätzen? Ich glaube nicht.

Nach einer einfachen Kapitalanlage hört sich das nicht mehr an, oder?

5. Certificate

Eine Expertise sollte folgende Daten beeinhalten:

Die Bestätigung, dass es sich um einen natürlichen Diamenten handelt. Referenznummer. Gewicht.

Schliffform und Maße. Reinheitsgrad. Farbe und Fluroreszenzgrad. Schliff, Proportionen, Symmetrie und Politur.

Bemerkungen und Identitätsmerkmale, wenn vorhanden. Diagramm. Ort und Datum der Ausstellung. Bezug zu IDC.

(Quelle: Diamant Prüflabor, Idar-Oberstein)

Die Goldschmiede-Zeitung schreibt in Ihrer Ausgabe vom Juli 2014 dazu:

„Die Endverbraucher sind mit der Bewertung eines Zertifikates zumeist überfordert. Zumal Zertifikat nicht gleich Zertifikat ist. Je nach Institut können sich die Bewertungen um bis zu zwei Graduierungen unterscheiden.

Und es gibt natürlich Risiken, dass der Kunde keineswegs bekommt, was ihm versprochen wird.

Wie soll ein Kunde, der von der Ware nichts versteht, dies überprüfen?“

6. Conflict (Dieses 6. C kam heute von einer befreundeten Goldschmiedemeisterin)

Sie können auf „Bluffsteine“ hereinfallen. Wenn der Schliff nicht passt, dann ist es kein Brilliant mehr.

Oder auf billig Steine aus Russland, sogenannter Moissanit = Diamantenimitate.

„Eine beachtliche Anzahl von Pfandleihern, Auktionshäusern, Händlern und Juwelieren hat bereits bittere Erfahrungen machen müssen, die Moissanit-Diamentenimitate wurden für Summen von einigen tausend Mark angekauft. Dabei ist der Moissanit bereits mit der Lupe zu erkennen. Augrund der hohen Doppelbrechung ist eine Verdoppelung der Facettenkanten zu sehen, gelegentlich sind nadelige Einschlüsse zu beobachten.“

(Quelle: DMF International, Verband des deutschen Mineralienfachhandels)

Wow, auch wieder nicht so einfach einzuschätzen, oder?

Mal zum Vergleich.

Wieviel Cs brauchen Sie bei einer Goldmünze, beispielsweise beim Krügerrand, Maple Leaf und/oder Australian Känguru?

Genau, keines. Unglaublich, oder? So einfach kann Geld anlegen sein!

Das gleiche gilt für Silbermünzen.

Sie müssen nur darauf achten, dass Sie bei einem Edelmetallhändler einkaufen, wo die Lieferwege klar nachvollziehbar sind. Denn aktuell sind, laut dem Münzhandelsverband, hervorragende Fälschungen vom Gold-Krügerrand und vom Gold-Maple Leaf aus China aufgetaucht und im Umlauf.

Unser Unternehmen, Apollo Edelmetalle, garantiert Ihnen die Echtheit aller Goldmünzen und aller Silbermünzen, da wir nur von Großhändlern einkaufen, die direkt bei den Münzprägestätten wie der US Mint, der Royal Canadian Mint, der Perth Mint, der Münze Österreich usw. einkaufen.

Wenn Sie einen Diamanten erwerben, müssen Sie beim Kauf aktuell 19% Mwst bezahlen.

Gold kaufen Sie ohne Mwst. Und Silber meist nur differenzbesteuert                                      

(hier führt der Händler 19% Steuer auf dem Gewinn des Silberkaufes ab).

Diamanten könnten durchaus etwas für Sie sein, wenn Sie auf diese funkelnden Steine stehen.

Sie müssen aber einen längerfristigen Anlagehorizont ins Auge fassen (5 Jahre und mehr) und dann bleibt immer noch die Frage der Verkaufbarkeit. Einen öffentlichen Markt, gibt es dafür nicht.

Ich persönlich fände den Diamantenkauf erst interessant, wenn ich über 10 Millionen € Vermögen verfügen würde. Dann würde ich auch mal eine Million in Diamanten investieren.

Davor hätte ich aber erst sehr viel Gold, Silber, Rolex-Uhren, und evtl. hochwertigen Wein oder Whiskey eingekauft.

Als Schmuck für Ihre Frau sind natürlich Diamanten weiterhin unschlagbar.

Ein Diamant am Finger, kann etwas schönes sein.
Ein Diamant am Finger, kann etwas sehr schönes sein. Und er lässt viele Frauenherzen höher schlagen.

Einen interessanten Film zum Thema Diamanten finden Sie hier und etwas weiter unten.

http://www.focus.de/finanzen/videos/einkaufstipps-so-kaufen-sie-den-rich

tigen-diamanten_id_3660905.html

Und wenn Sie gerne Ihr Geld mit Gold und Silber verdienen würden, dann lesen Sie hier weiter:

Jetzt Edelmetallhändler werden.

Wenn Sie trotzdem in Diamanten investieren möchten, dann besorgen Sie Sich soviel Informationen wie möglich.

Als Einstieg gibt es dieses interessante Buch:

Diamanten und Farbedelsteine von Michael Brückner. Wenn Sie nähere Infos möchten, einfach aufs Buchcover klicken.



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